20. November 2019
An
Herrn Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirks 6
Die Bezirksvertretung 6 bittet die Verwaltung zu prüfen, ob die Traffostation (Ecke Kürtenstraße / Hasper Straße) Teil des Düsseldorfer KUNST IM ALLTAG werden kann. Es soll dabei Bezug auf die D-Zug Siedlung genommen werden. Bei einer positiven Bewertung soll die Gestaltung in Absprache mit der Bezirksvertretung 6 geplant werden.
Sachdarstellung
Im Stadtbezirk 6 gibt es bereits schön gestaltete KUNST IM ALLTAG Traffostationen, wie z. B. an der S-Bahnstation Rath Mitte. Die D-Zug Siedlung wurde so in der Vorlage 41/ 43/2013 beschrieben*. Es wäre schön, bei der Gestaltung der Traffostation darauf Bezug zu nehmen.
* D-Zug-Siedlung Aplerbecker Straße 49-109, 54-88, Brackeler Straße 49-79, 52-106, Hasper Straße 1-23, Kürtenstraße 47-115 Es handelt sich um eine zweigeschossige Siedlung zwischen der A52 und dem Mannesmannwerksgelände in Rath. Sie wurde in den Jahren 1929 bis 1930 von dem Architekten Bernhard Düttmann für den Düsseldorfer Spar- und Bauverein errichtet. Auf Grund der langgestreckten Baufluchten wurde sie als D-Zug Siedlung bekannt.
Die Siedlung wurde vorwiegend für Arbeiter der nahegelegenen Industriebetriebe errichtet. Sie gehörte mit ihren Nutzgärten zu den beliebtesten Siedlungen des Vereins. Die Siedlung wurde ohne die nachträglich errichteten Garagen mit ihren Freiflächen in die Denkmalliste eingetragen, weil sie bedeutend für die Städte und Siedlungen sowie für Arbeits- und Produktionsverhältnisse ist.
Sie ist ein Zeugnis der Bemühungen für die Arbeiterschaft in ökonomisch schwierigsten Zeiten (Weltwirtschaftskrise) angemessenen Wohnraum zu schaffen, der mit den Gärten und ihren Erschließungswegen auch ein Mindestmaß an Selbstversorgung gewährleistete. Städtebaulich ist die Siedlung insofern von Bedeutung als sie in unmittelbarer Nähe zu großen Industrieanlagen errichtet wurde und damit die Wechselbeziehung von Wohnen und Arbeiten deutlich dokumentiert und mit ihrer Ausdehnung und signifikanten Form den Stadtraum prägt. Dimension und Gliederung der Siedlung führten schließlich zu der Bezeichnung D-Zug Siedlung.
Mit freundlichen Grüßen
Gerald Helmke