05. Februar 2026
An die Bezirksbürgermeisterin
des Stadtbezirks 1
Annette Klinke
Anfrage zur Sitzung der Bezirksvertretung 1 am 27. Februar 2026
Betrifft:
Sperrung der Fußgängerbrücke über den Kennedydamm zwischen Hans-Böckler-Straße und Karl-Arnold-Platz seit Mitte Dezember letzten Jahres wegen erheblicher Mängel
Antrag:
Die Verwaltung wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:
- Die Fußgängerbrücke ist noch nicht nutzbar, obwohl laut Pressemitteilung vom 09.01.2026 die Sanierung zeitnah abgeschlossen werden sollte. Wann wird die Brücke wieder frei gegeben?
- Die Behelfsbrücke ist nicht barrierefrei. Ist eine nachhaltige Sanierung für eine mehrjährige Nutzung geplant oder nur eine provisorische Reparatur?
- Wie sieht der Zeitplan für den Neubau der Brücke aus?
Begründung:
Die Fußgängerbrücke ist seit 2020 eigentlich nur als Behelfsbrücke gedacht. Sie wird durch die Stadt von einer Privatfirma gemietet. In den letzten Jahren musste sie immer wieder baulich nachgebessert werden und war dabei für einige Zeit nicht nutzbar. In den letzten Monaten sah man wiederholt größere Schäden im Belag des Bodens, die leider zu lange nicht behoben wurden, sodass sich nun offene Stellen an den Seiten der begehbaren Fläche zeigten. Vor Weihnachten 2025 wurden die Aufgänge der Brücke dann gesperrt. Laut Pressemitteilung der Stadt vom 09.01.2026 ist die Verkehrssicherheit für die Brückennutzer:innen nicht mehr gegeben.
Die Brücke ist für viele Stadtteilbewohner:innen sehr wichtig. Auf beiden Seiten des Kennedydamms liegen insgesamt sechs Schulen. Wir reden hier von mehreren hundert Schüler:innen, die nun weite, teils gefährliche Umwege nutzen müssen. Hinzu kommt eine Vielzahl von Berufstätigen, die in den umliegenden Bürogebäuden beschäftigt sind. Es wird bereits beobachtet, dass Personen den Kennedydamm überqueren, auf dem die Autos mit bis zu 80 km/h unterwegs sind. Das ist hochgefährlich.
gez. Gerhild Loer, Bündnis 90/Die Grünen