Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
laut Medienberichten gelangt derzeit über Deponiesickerwasser aus Leverkusen PFAS (Polyflourierte Alkylverbindungen) derzeit in den Rhein. PFAS bauen sich über Jahrzehnte nicht ab und reichern sich in der Umwelt an, was ihnen die Bezeichnung Ewigkeits-Chemikalien einbrachte. Einige von ihnen gelten als krebserregend.
Für die niederländische Trinkwasserversorgung ist die Schadstofffracht laut niederländischem Verband der Rheinwasserwerke äußerst problematisch. Geltende Grenzwerte werden überschritten, und es wird nachdrücklich auf Filterung der Deponie-Abwässer gedrängt. Seitens des Deponiebetreibers würden Filtermöglichkeiten derzeit noch erprobt, heißt es.
Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung zu setzen und von der Verwaltung beantworten zu lassen:
1. Liegen der Stadtverwaltung Informationen vor, ob im Rhein bei Düsseldorf und in dem zu 80 % für die Trinkwasserversorgung Düsseldorfs genutzten Uferfiltrat die PFAS-Werte erhöht sind?
2. Welche Analysen hinsichtlich der mittel- bis langfristige PFAS-Fracht der Rheins bei Düsseldorf und einer möglichen PFAS-Sättigung der filternden Kiesschichten stellt die Verwaltung an und welche Maßnahmen werden vorbereitet?
3. In welcher Form berücksichtigt die Verwaltung dabei den wegen Hitzeperioden sinkenden Rheinpegel und damit die Reduzierung des Verdünnungseffektes?
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Tups Mirja Cordes Dr. Frank Schulz