20.04.2026
An
Ratsherrn Missagh Ghasemi
Vorsitzender des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration
Änderungsantrag der CDU-Fraktion, GRÜNE-Fraktion, CDU-Internationale-Liste, GRÜNE Internationale offene Liste zur Sitzung des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration am 20.04.2026
Betrifft:
Schwerpunktthemen zur Förderung der Migrant*innenorganisationen für das Jahr 2027
Sehr geehrter Herr Ghasemi,
Die CDU-Fraktion und GRÜNE-Fraktion, CDU-Internationale-Liste und GRÜNE Internationale offene Liste – GioL bitten Sie, diesen Änderungsantrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration am 20. April 2026 zu setzen und zur Abstimmung zu bringen.
Änderungsantrag zum in der Sitzung am 04.02.2026 eingebrachten Antrag mit der Vorlagen-Nr. ACI/009/2026:
Der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration beschließt, die im ursprünglichen Antrag vorgesehenen Schwerpunktthemen zu ändern.
Die Schwerpunktthemen für die Projektförderung der Migrant*innenorganisationen im Förderjahr 2027 lauten nun:
- Sprache und Bildung
Migrantische Erinnerungskulturen
Begründung:
Die Wahl dieser Schwerpunktthemen trägt der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung und stärkt die Rolle der Migrant*innenorganisationen als Gestalterinnen einer vielfältigen und demokratischen Stadtgesellschaft.
Sprache und Bildung
Migrantenorganisationen spielen eine wichtige Rolle im Bereich Sprache und Bildung, weil sie oft als Brücke zwischen verschiedenen Kulturen und dem Bildungssystem fungieren. Sie können Menschen mit Migrationshintergrund beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützen und ihnen helfen, Bildungsangebote besser zu verstehen und zu nutzen. Außerdem schaffen sie vertrauensvolle Räume, in denen sprachliche Unsicherheiten abgebaut werden können. Durch ihre Nähe zur Zielgruppe erkennen sie Bedürfnisse früh und können gezielte Projekt zum Thema Sprache und Bildung entwickeln.
Migrantische Erinnerungskulturen:
Die bisherige Erinnerungskultur blendet die Perspektiven und Erfahrungen von Migrant*innen und ihren Nachkommen noch viel zu oft aus. Dabei ist die Geschichte der Migration untrennbar mit der Geschichte unserer Stadt verbunden.
Migrant*innenorganisationen bewahren Geschichten von Ankommen, Heimat, Verlust und Neuanfang. Mit diesem Schwerpunkt fördern wir Projekte, die, eigene Narrative schaffen und ein vielstimmiges, inklusives Bild unserer Stadtgeschichte zu zeichnen. Dies leistet einen wichtigen Beitrag zur Identitätsbildung der nachfolgenden Generationen und fördert das gegenseitige Verständnis aller Bürger*innen. Indem wir die Geschichten des Einwanderungslandes sichtbar machen, schaffen wir eine gemeinsame Grundlage für die Zukunft.
Die Wahl dieser beiden Schwerpunkte ein klares Bekenntnis zu einer aktiven, demokratischen und inklusiven Stadtgesellschaft. Die Förderung dieser Themen ist daher nicht nur sinnvoll, sondern für eine zukunftsgerichtete Integrations- und Demokratiepolitik unerlässlich.
Mit freundlichen Grüßen
Samy Charchira André Tischendorf Hooria Oueddan Isabel Sarajan