Änderungsantrag der Ratsfraktionen von GRÜNEN und CDU zur Vorlage AUS/008/2026: Der Kommunale Wärmeplan für die Landeshauptstadt Düsseldorf
An
Herrn Oberbürgermeister Dr. Keller
Vorsitzender des Rates
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
wir bitten Sie, folgenden Änderungsantrag der Fraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Vorlage AUS/008/2026 auf die Tagesordnung der Sitzung des Rates am 18.06.2026 zu setzen und abstimmen zu lassen:
Beschluss
- Der Rat beschließt den Kommunalen Wärmeplan für die Landeshauptstadt Düsseldorf.
- Der Rat beschließt die zeitlich vorrangige Umsetzung folgender Teilmaßnahmen aus den Steckbriefen (vgl. Kapitel 7.3 aus dem Kommunalen Wärmeplan) ohne zusätzlichen Finanzierungsbedarf
- Einrichtung eines Teams „Koordinierungsstelle Wärmewende“,
- Aufbau integrierter Planungs- und Kommunikationsstrukturen,
- Koordination mit Energieversorgungsunternehmen,
- Überprüfung der Stromnetzkapazitäten für Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge sowie Rechenzentren,
- Fokus Wärmewende in der Industrie und im Gewerbe.
Über die Umsetzung und Finanzierung weiterer Maßnahmen aus dem Kommunalen Wärmeplan ist jeweils durch gesonderten Beschluss zu entscheiden. Bereits begonnene Maßnahmen können mit der bereits vorhandenen personellen Ausstattung zunächst fortgeführt werden.
Begründung
Die vorliegenden Wärme-Bedarfs- und Potenzialanalysen machen deutlich, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf über umfangreiche und vielfältige Möglichkeiten verfügt, ihren Wärmebedarf langfristig klimaneutral zu decken.
Die Reduktion des Wärmebedarfs in Gebäuden auf der einen und Nutzung vorhandener Wärmequellen auf der anderen Seite sind der Weg zur Klimaneutralität. Auf der Erzeugungsseite wird bereits jetzt deutlich, dass die technisch erschließbaren klimaneutralen Wärmequellen den heutigen Wärmebedarf bereits übersteigen. Sie müssen nun zielgerichtet und schnellstmöglich erschlossen werden.
Die Überarbeitung des Förderprogramms „Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf“ wird gemäß Ratsauftrag (RAT/106/2026) parallel bearbeitet.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Tups Mirja Cordes Dr. Frank Schulz