Ergänzungsantrag der Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Vorlage OVA/062/2026: Neugestaltung östliche Königsallee
An
Herrn Oberbürgermeister Dr. Keller
Vorsitzender des Rates
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bitten Sie, folgenden Ergänzungsantrag zu auf die Tagesordnung der Sitzung am 16. Juli 2026 zu setzen und abstimmen zu lassen:
Ergänzungsantrag:
Der OVA beschließt unter Berücksichtigung folgender Maßgabe, im Übrigen vorlagegemäß:
Die Verwaltung wird gebeten im weiteren Planungsverlauf – ohne Verzögerung der beabsichtigten Fertigstellung – zu prüfen, ob
- die Überwege auf dem Radweg so gekennzeichnet werden können, dass eine entsprechende Aufmerksamkeit für die Querungssituation bei Radfahrenden und zu Fuß Gehenden gewährleistet werden kann;
- die Sicherheitsabstände zwischen dem Gehweg, dem Radweg und dem Längsparkstreifen optimiert werden können;
- die Planung hinsichtlich der Verschwenkung des Radwegs zwischen Bahnstraße und Graf-Adolf-Straße, die Anschlüsse an die südliche Kö und den Corneliusplatz sowie im Hinblick auf die geplante Signalisierung an den Kreuzungen optimiert werden kann;
- die Halteplätze für die Taxis zentraler und in der Fläche größer geplant werden können, um zu erwartende Bedarfe decken zu können;
- die Materialauswahl für den Fußgängerbereich am Kö-Graben so gewählt werden kann, dass die Nutzung barrierefrei möglich ist, die Haltbarkeit auf Jahre gewährleistet werden kann und der Bereich optisch harmonischer zur ansonsten hellen Oberflächengestaltung der Kö passt;
- gleichzeitig zur verkehrlichen Maßnahme auch die städtebaulichen Besonderheiten (Kandelaber, Kö-Graben-Einfriedung) gereinigt oder stilgerecht erneuert werden können, damit mit Fertigstellung der Baumaßnahme auch die umliegenden Kleinmaßnahmen abgeschlossen sind.
- Maßnahmen ergriffen werden können, die eine frühere Fertigstellung als bislang geplant ermöglichen.
Das Prüfergebnis ist dem OVA in einer seiner nächsten Sitzungen mitzuteilen.
Begründung
Die Königsallee ist für Düsseldorf von herausragender stadtbildprägender und identitätsstiftender Bedeutung. Bauliche Veränderungen in diesem Bereich wirken nicht nur kurzfristig auf die verkehrliche Ordnung, sondern prägen die städtebauliche Anmutung und die funktionale Qualität des zentralen Boulevards für die kommenden Jahrzehnte. Die weitere Planung muss daher die verkehrlichen Anforderungen und die städtebaulichen Zielsetzungen sorgfältig miteinander in Einklang bringen.
Ziel der Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist es, die Königsallee als zentralen Düsseldorfer Prachtboulevard zu erhalten und zugleich so weiterzuentwickeln, dass sich alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer bedarfsgerecht wiederfinden.
Neben den verkehrlichen Fragen sind die städtebaulichen Belange in der weiteren Planung gleichrangig mitzudenken. Die Neugestaltung der Königsallee darf sich nicht allein auf verkehrliche Maßnahmen beschränken, sondern muss auch die prägenden Gestaltungselemente des Stadtraums berücksichtigen.
Die Königsallee ist nicht nur Verkehrsraum, sondern auch ein besonderer öffentlicher Stadtraum mit hoher Bedeutung für Handel, Aufenthaltsqualität, Stadtbild und Identität Düsseldorfs. Die weitere Planung muss diesem Anspruch gerecht werden und eine ausgewogene Lösung zwischen Mobilität, Erreichbarkeit, Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit und städtebaulicher Qualität sicherstellen.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Tups Mirja Cordes Dr. Frank Schulz